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Mammutbäume in Deutschland

Mammutbäume lebten schon zu Zeiten der Dinosaurier auf der Erde, lange bevor es Menschen gab. Viele der damals lebenden Säugetiere und Reptilien hatten für heutige Verhältnisse unvorstellbare Wuchshöhen. Und auch die Bäume waren viel gigantischer, als man sie heute kennt. Diese Urbäume wuchsen damals bis zu 150 Meter hoch bei Stammdurchmessern von mehreren Metern. Heute nennt man diese Bäume im deutschen Sprachraum Mammutbäume. Namensgeber ist das Mammut, ein drei Meter großes Urweltsäugetier.

Mammutbaumwälder waren bis zur letzten Eiszeit auf allen Erdteilen verbreitet. Auch in Europa kam zu Urzeiten der Mammutbaum sehr häufig vor. Selbst lange nach dem Aussterben der Saurier hatten die Mammutbaumwälder in Europa und Asien noch Bestand. Wie das Mammut, das in der Lage war mit seinen Stoßzähnen den Schnee wegzuschaufeln und darunter nach Nahrung zu suchen, hatte auch der Mammutbaum, der eine besonders dicke Rinde besitzt, gute Vorraussetzungen, klimatischen Veränderungen standzuhalten. Doch schließlich verschwanden auch diese beiden Urweltlebewesen nach und nach von der Erdoberfläche. Nur ein kleiner Bruchteil des ursprünglichen Mammutbaumbestandes der Erde überlebte bis heute an der US-amerikanischen Pazifikküste.

Mit Beginn der Warmzeit eignet sich auch für das Klima in Mitteleuropa wieder für den Mammutbaum. Jedoch dauerte es eine ganze Weile, bis dieser wieder in seinen ursprünglichen Gebieten anzufinden war. Etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts begann man in europäischen Parks und Ziergärten Mammutbäume anzupflanzen. Sie wurden von den Hofgärtnern der Königs- und Fürstenhäuser als besondere exotische Rarität zur Zierde der Prachtgärten herrschaftlicher Residenzen verwendet. Ab den 50er Jahren des 19. Jahrhundert kam der Mammutbaum auch nach Deutschland. Damals war Mammutbaumsamen nur durch besondere Beziehungen erhältlich. Beispielsweise brachte ihn Alexander von Humboldt von seinen Reisen für den Schlossgarten von Sanssouci nach Potsdam mit.

Der älteste deutsche Mammutbaum befindet sich im hessischen Bensheim. Der Bergmammutbaum Samen wurde vermutlich 1852 gepflanzt, was nicht mehr genau belegt werden kann. Dieser Baum steht im Bensheimer Staatspark Fürstenlager und ist inzwischen 53 Meter hoch.

Mancherorts pflanzte man sogar ganze Mammutbaumwälder. So kaufte beispielsweise König Wilhelm der I. von Württemberg 1864 ein Pfund Mammutbaumsamen und ließ daraus kleine Pflänzchen züchten, von denen über 50 im Stuttgarter Rosensteinpark angepflanzt wurden und der Rest an verschiedene Förster verteilt wurde. Heute existieren in Baden-Württemberg noch etwa 200 Bäume aus dieser Saat. Eine weitere umfangreiche Mammutbaumpflanzung veranlasste der Freiherr von Berckheim um 1870 in Weinheim. Diese 1940 erweiterte Pflanzung umfasst gegenwärtig ebenfalls etwa 200 Bäume. Ein dritter Mammutbaumwald wurde 1876 in Heidelberg angelegt. Dort existieren heute noch 30 Bäume. Auch in jüngerer Zeit wurde in Deutschland noch ein Mammutbaumwald gepflanzt. Dabei handelt es sich um die Sequoia-Farm im niederrheinischen Kaldenkirchen, die 600 Pflanzen umfasst.

Mittlerweile existieren in ganz Deutschland auf Privatgrundstücken Mammutbäume, deren Besitzer oft über das schnelle Wachstum dieser Pflanze erstaunt sind. Die genaue Zahl der Mammutbäume in Deutschland lässt sich nicht mehr genau ermitteln.